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2010
     
     
Abschrift: Lokalgeschehen Mittwoch, 8. September 2010
http://www.torgauerzeitung.com/


Trockene "Füße" für Radfahrerkirche
vom stellv. Chefredakteur der Torgauer Zeitung Frank Lehmann


Weßnig (TZ/fl). Einer Großbaustelle gleicht gegenwärtig die 1. deutsche Radfahrerkirche in Weßnig. Das Gotteshaus wird einer Sanierung in vielen Bereichen unterzogen. Dabei soll es möglichst seiner Bestimmung als Ruhepol, Informationspunkt und Andachtsort für Radfahrer entlang des Internationalen Elberadweges gerecht werden.

„Zurzeit liegt das Hauptaugenmerk auf dem Kirchturm“, erklärte Matthias Ebert, der sich als Beirat der Kirchengemeinde um das Baugeschehen kümmert. Nachdem der alte Anstrich, der erst 1992 aufgebracht war, abgebeizt wurde, kamen die Risse und Feuchtigkeitsschäden am Putz deutlich zum Vorschein. „Das sah noch schlimmer aus als erwartet“, kommentierte Matthias Ebert das Geschehen. Mitarbeiter der Firma Voigtländer aus Oschatz beseitigten zunächst die Risse und brachten dann bereits den neuen Putz auf. Repariert wurden zudem die Fenster am Turm und an der Westseite. Für alle Arbeiten musste in diesem Zusammenhang ein Gerüst aufgestellt werden. Hinsichtlich der Farbgebung einigte man sich mit den Vertretern des Denkmalschutzes auf die alte Farbvariante, die am Kirchenschiff entdeckt worden war.

Im Bereich der Grundmauern eindringende Feuchtigkeit bereitet alljährlich neue Probleme. Für eine Horizontalsperrung fehlen die Gelder. Deshalb wird jetzt mit einer Tonschicht gegen das Spritz- und Bodenwasser angegangen. Um das Kirchenfundament herum wird ein 20 Zentimeter breiter Streifen bis zu 1,20 Meter Tiefe ausgehoben. Bleche als Verschalung verhindern ein Nachrutschen. In den entstandenen Freiraum kommt Ton, der extrem verdichtet wird.

„Einen weiterer Schwerpunkt im Rahmen der Sanierung bilden die Sandsteinelemente der Kirche“, erläuterte Ebert. Einbezogen wurden die gesamten Fensterbänke, die Portale, das Kirchenschiff und der Turm. Hinzu kommt eine Aufarbeitung der Türen, die teilweise sogar erneuert werden mussten. „Dabei kam es uns darauf an, auch die Dichtheit der Türen zu verbessern. Schließlich dient das Turmzimmer beispielsweise der Kirchengemeinde als Winterkirche“, erläuterte Matthias Ebert. Für das kommende Jahr ist das Kirchenschiff vorgesehen. Hier soll der Putz erneuert werden und anschließend eine Farbgebung analog zum Turm erfolgen. „Das Bauvorhaben speist sich aus verschiedenen Töpfen. 100 000 Euro erhalten wir über die ILE-Förderung, 15 000 Euro über die Denkmalspflege, 20 000 Euro vom Evangelischen Kirchenkreis Torgau-Delitzsch und der Rest sind Eigenmittel der Kirchengemeinde sowie Hilfe vom Förderverein der 1. deutschen Radfahrerkirche und Spenden“, erläuterte Pfarrer Tobias Krüger die Finanzierung. Insgesamt werden 201 000 Euro im Rahmen der Sanierung verbaut.
     
     
Fest des Rades 2010

Abschrift von http://www.torgauerzeitung.com Montag, 26. Juli 2010

Weßnig (TZ). Eine kühle Brise wehte gestern Vormittag – genau das passende Wetter, um sich mal wieder aufs Rad zu schwingen. Und das taten dann auch nicht wenige, um der Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde und des Fördervereins „I. Deutsche Radfahrerkirche in Weßnig“ zu folgen, deren Geburtstag man mit einem Fest des Rades feierte. Eröffnet wurde dieses mit einem Festgottesdienst, welcher vom Lorenzkirchener Posaunenchor musikalisch umrahmt wurde. Die Bläser gaben nach der gemeinsamen Kaffeerunde dann auch noch ein Platzkonzert. Und wer sich stärken wollte, konnte dies nach Herzenslust bei Deftigem vom Grill tun.

Die Radfahrerkirche zu Weßnig ist in den Jahren ihres Bestehens vor allem unter Insidern schon zu einer festen „Adresse“ geworden. Radtouristen machen hier halt, verweilen und genießen die einzigartige Ruhe und Natur der Elbaue – nehmen sich ganz einfach hier an diesem Ort mal Zeit zum Innehalten und zur Besinnung. Pfarrer Tobias Krüger begrüßte die Gäste des gestrigen Festes des Rades persönlich, freute sich über so viel Zuspruch.
     
     
     
Frühjahr 2010

Dieses Jahr soll die Aussenrenovierung der Weßniger Kirche beginnen. Wie beim letzten Bauvorhaben, ist das Büro für Bauplanung Stein+Schuster unser Partner.

BÜRO FÜR BAUPLANUNG
DIPL.- ING. B E R N D S T E I N
DIPL.- ING. FRANK SCHUSTER
Rosmarinstr. 38 - 04758 Oschatz
Te l. 03435 - 92 06 88
Fax 03435 - 92 09 43
email:
stein.schuster@t-online.de
Internet:
www.stein-schuster.de

Hier schon einmal ein Blick in die Zukunft.

Ansicht der Südseite.
Ansicht der Westseite.

Mit freundlicher Genehmigung (Die Ansichten sind auch weiterhin Eigentum vom Büro für Bauplanung Dipl.-Ing. Bernd Stein und Dipl.-Ing. Frank Schuster).
     
     
     

[2009]